Blog-Archiv

Von 2006 - 2011 habe ich hier ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
Das hier ist das Archiv.

Twitter

19.03.2008
Sie lesen hier einen Artikel im Archiv eines lange geschlossenen Blogs. Die Informationen können also arg veraltet sein.
Besuchen Sie www.webwork-manufaktur.de

Was ist Twitter?

Zuerst die Fakten: Twitter ist ein Web-Dienst, bei dem man - einmal angemeldet - kurze Nachrichten (bis zu 140 Zeichen um genau zu sein) veröffentlichen kann.
Die Nachrichten werden auf der Website twitter.com veröffentlicht und lassen sich in andere Websites einbinden.
Weiterhin kann man - wenn man angemeldet ist - die Nachrichten anderer User verfolgen - man kann sie entweder auf der eigenen Twitter-Seite lesen, sie via Messenger oder Browser-PlugIn lesen oder auch per SMS empfangen. Auch schreiben ist via SMS möglich.

Klingt einfach - und unglaublich sinnfrei. Schon Bloggern wird ja ein gewisser Exhibitionismus - bzw. der Voyeurismus, anderer Leute Tagebücher zu lesen unterstellt. Aber wie viel Selbstdarstellungsdrang muss man habn um der Frage “What are you doing?”, die hinter Twitter steht dauernd in aller Öffentlichkeit zu beantworten? Das kann es also nicht sein.

Was ist also Twitter?
Twitter ist schwer zu beschreiben, wenn man es nicht erlebt hat. Denn wenn man erst einmal eine kurze Zeit den Updates anderer User folgt merkt man, dass es eine gemeinsame Grundstimmung gibt: Twitter ist vergleichbar mit einem gut geölten Großraumbüro.
Alle Menschen, die ich dort auf meinem Schirm habe arbeiten tagsüber und twittern nebenher.
Und wie in einem Büro lernt man den Rhythmus der anderen kennen, wie in einem Büro kümmert sich mal einer darum, mit einem kleinen Spruch die gemeinsame Stimmung zu heben, mal entdeckt wer etwas und zeigt es den anderen und gelegentlich muss man auch mal Dampf ablassen.
Das alles kurz und knapp - weil man sich kennt und mag und gar nicht viele Worte nötig sind.

Obwohl man mit den Menschen am anderen Ende des Raumes wenig zu tun hat, sieht man sie jeden Tag und sie gehören dazu. Und mit denen, die die Schreibtischinsel mit einem teilen gerät man auch kurz mal ins Gespräch. Dafür haben sich auch innerhalb des arg beschränkten Platzes Formen entwickelt.

Und das alles, obwohl wir alle alleine in unseren Büros sitzen oder sogar gerade unterwegs sind - in unserer hochindividualisierten Gellschaft, die wir uns für unsere Arbeit und unser Leben ausgesucht haben.
Ein perfektes Werkzeug für meine Form der Arbeit also. Und für die die ca. 70 Menschen, die ich im Moment dort um mich habe und nicht mehr missen möchte.

« neuere Artikel |Artikelübersicht | ältere Artikel »


Diese Seite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung der Seite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen und Widerspruchsmöglichkeiten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.