Blog-Archiv

Von 2006 - 2011 habe ich hier ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
Das hier ist das Archiv.

Handlungsempfehlungen für Unternehmen ohne Erfahrung im Umgang mit Social Media


Sie lesen hier einen Artikel im Archiv eines lange geschlossenen Blogs. Die Informationen können also arg veraltet sein.
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Einleitend: Meiner Meinung nach gibt es keine allgemeingültigen Empfehlungen. Das "Social Web" ist keine Maschine, bei der man auf Knöpfe drücken kann, um etwas zu erreichen, sondern ein Raum, in dem sich Menschen bewegen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Menschen, die für Sie interessant sind.
Verabschieden Sie sich von dem Gedanken, Sie könnten diesen Raum benutzen. Die Wahrheit klingt ähnlich, ist aber eine ganz andere: Sie können Nutzen daraus ziehen, dort anwesend zu sein. Was aber im Ergebnis viel ergiebiger ist.

Die erste Empfehlung lautet also schlicht und einfach "Tun Sie es!"
Schauen Sie sich das Social Web an, sehen Sie sich um.
Und: Werfen Sie einen möglichst unvoreingenommenen Blick - gerade in den sozialen Netzwerken oder bei Twitter hat sich an vielen Stellen ein ganz eigener Tonfall und oft auch ein eigener Humor gebildet, der mit klassicher Unternehmenskommunikation meist wenig zu tun hat.
Trotzdem - oder gerade deswegen: Nirgendwo sonst können Sie so direkt mit den Menschen ins Gespräch kommen, es lohnt sich also.

Als nächsten Schritt empfehle ich, nicht direkt mit einem Firmenaccount zu beginnen.
Nutzen Sie die Möglichkeit, Accounts unter einem Pseudonym anzulegen. Fehler, die man dort zu Beginn macht fallen hinterher nicht auf Ihr Unternehmen zurück. Und Sie werden erst einmal Fehler machen, akzeptieren Sie das.

Die Personen, die in der engeren Wahl sind, hinterher im Namen Ihres Untenehmens aktiv zu werden sollten alle - jeder für sich - solche Testaccounts einrichten und so erfahren, wie das Social Web so tickt.
Probieren Sie die verschiedenen Angebote aus, probieren Sie sich aus.
Twittern Sie alles was Ihnen in den Sinn kommt, laden Sie Bekannte oder auch wildfremde Menschen als Freunde in ihren Facebook- oder VZ-Account ein. Kommentieren Sie in Blogs und überall wo es sonst geht und versuchen Sie so zu erfahren, wie die Menschen dort auf Sie reagieren.
Bekommen Sie Twitter-Follower, wenn Sie nur Links zu Pressmitteilungen posten?
Wie ist der Tonfall in den Kommentaren unterschiedlicher Blogs?
Was beschäftigt die Menschen bei facebook?
Wann sind die Geschäftsleute und wann die Privatpersonen aktiv?

So werden Sie übrigens ganz nebenbei herausfinden, wo sich die Menschen aufhalten, die Sie später mit Ihrem Unternehmsaccount erreichen möchten und welches der vielen Social Media-Tools - oder welche Kombination - für Sie richtig ist.

Wenn Sie dann wissen, wann und wo die Menschen zu finden sind, mit denen Sie ins Gespräch kommen möchten, wenn Sie ein Gefühl für die Mischung zwischen persönlich und geschäftlich und den Unterschied zwischen persönlich und privat haben - dann könnten Sie eigentlich loslegen.

Nehmen Sie sich aber erst noch die Zeit und fassen Sie Ihre Erfahrungen schriftlich zusammen. Legen Sie fest, wer im Namen des Unternehmes schreibt - und worüber. Sich im Social Web zu bewegen ist ein sehr organischer und oft ein sehr mitreißender Prozess - da hilft es, wenn man sich gelegentlich an einmal aufgestellte Guidelines erinnert.

Und dann legen Sie los - und nicht zuletzt: Haben Sie Spaß!

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