Blog-Archiv

Von 2006 - 2011 habe ich hier ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
Das hier ist das Archiv.

Der Aufwand, im Web 2.0 aktiv zu werden

26.02.2009
Sie lesen hier einen Artikel im Archiv eines lange geschlossenen Blogs. Die Informationen können also arg veraltet sein.
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Ich stecke derzeit in den letzten Vorbereitungen für mein Seminar »Blog, twitter, Facebook und Co, Wahlkampf im Internet« am Samstag.

Parallel – so eine Seminaridee kommt ja auch selten aus heiterem Himmel angeflogen – bin ich im engen Kontakt zu mehreren Ortsverbänden der Grünen und unterhalte mich dort immer wieder über eben diesen Wahlkampf im Internet.

Und obwohl zum Beispiel die Strukturdaten ganz klar sagen, dass gerade die Grünen im Web auf eine riesige, dankbare Zielgruppe stoßen ist es oft schwer, die Menschen von den neuen Möglichkeiten zu begeistern.

Zusammengefasst begegnen mir die folgenden drei Argumente dagegen:

  • Das »Web 2.0« wird aus Datenschutzgründen eher abgelehnt. 
  • Angst vor Veränderung (aka. Das haben wir noch nie so gemacht)
  • Das ist viel zu viel Arbeit – wer soll denn das alles machen?

(Ich nehme übrigens an, dass es bei den anderen Parteien ganz ähnliche Gründe gibt)

Alles drei sind natürlich gewichtige Gründe, mit denen man unterschiedlich umgehen muss.

 

Das »Web 2.0« wird aus Datenschutzgründen eher abgelehnt.

Solche Befürchtungen sind natürlich durchaus sehr begründet und müssen ernsthaft besprochen werden. Aber gerade für Gruppen, Vereine oder Parteien, die sich im Web präsentieren wollen ist es natürlich einfacher, einen Trennungsstrich zwischen gewollter Öffentlichkeit und zuviel Information zu ziehen. Auch wenn im »Web 2.0« natürlich gerade persönlichere Kommunikation im Vordergrund steht.

 

Angst vor der Veränderung

Angst vor Veränderung, Angst vor Neuem wird es immer geben. Hier hilft keine Überredungskunst und kein Druck, sondern höchstesn langsames Heranführen an das Neue und Fremde.

 

Das ist zuviel Arbeit

Auch wenn »wir« – die wir selbstverständlich auf zwei Bildschirmen arbeiten, chatten, lesen, twittern und mit den neusten Handys auch unterwegs online sind – es uns nur schwer vorstellen können: Das ist ein wichtiger Punkt.

Für mich, der ich berufsbedingt aber eben auch aus Leidenschaft von morgens bis abends am Computer sitze ist es einfach, nebenher zu twittern, den RSS-Reader im Auge zu behalten und absolut zeitnah auf Kommentare, @-Replies oder ähnliches zu reagieren.

Aber nicht jeder lebt so und nicht jeder hat Lust, seine Arbeitsweise komplett umzustrukturieren. Der Aufwand, »ins Internet zu gehen« ist für viele Menschen trotz Breitband-DSL immer noch hoch. Da steht dann vielleicht ein alter Computer, der erst minutenlang hochgefahren werden muss, vielleicht ist einfach gar kein DSL im Haus und vielleicht ist man »dem Internet« gegenüber eh eher skeptisch eingestellt – man hört und liest ja immer so viel schlechtes.

Alles zusammen sind die Hürden oft eher hoch - und dann soll man auf einmal ständig online verfügbar sein, um dort zu kommunizieren? Ich verstehe die Probleme, die da mancher hat.

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