Blog-Archiv

Von 2006 - 2011 habe ich ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
Das hier ist das Archiv.

Happy Birthday World Wide Web!

Gestern Abend bereits war es RTL2 einen Bericht in ihrer 20-Uhr-Nachrichtensendung wert: Das World Wide Web wird heute 20.

Screenshot: Eingabe der Buchstaben WWW im Browser

Oder sagen wir es so: Heute ist ein Tag, an dem man durchaus so einen Geburtstag feiern könnte, denn heute vor 20 Jahren hatte Tim Berners-Lee am Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz einen Vorschlag abgegeben. Dieser Text – »Information Management: A Proposal« – gilt als Grundsteinlegung für das World Wide Web. Mehr dazu übrigens bei heise.

RTL2 brachte da gestern auch prompt einiges durcheinander, zeigte ständig die erste Website von 1992 und sprach auch ständig vom »Internet« und nicht vom »World Wide Web«. Die Abschlußfrage des Berichts aber brachte es auf den Punkt: » Können Sie sich Ihr heutiges Leben ohne das Internet vorstellen?«

Nein. Kann ich nicht.

Lesetipp: Digital Natives: Weshalb man auf sie hören sollte…

Gerade gefunden: »Digital Natives: Weshalb man auf sie hören sollte...«

"Digital Natives" sind diejenigen Jugendlichen, die von kleinauf den Umgang mit dem Computer und den Neuen Medien gewohnt sind. Für sie ist die ständige Vernetzung und der permanente Austausch mit ihren Mitmenschen über Messenger, Social Network und Handy normal - und sie brauchen ihn.
[...]
Bald werden die heutigen "Digital Natives" ins Berufsleben einsteigen - oder sie sind es zum Teil schon. Dort werden sie oft auf strenge Hierarchien und für sie veraltete Arbeitsmethoden treffen. Doch ihre Arbeitgeber sollten sie anhören. Viele Digital Natives sind das viel gepriesene "Enterprise 2.0″ von kleinauf gewohnt.

Holtzbrink eLAB: Digital Natives: Weshalb man auf sie hören sollte…

Via cre8tivs Getwitter.

Lesetipp: Twitter für Anfänger

Gerade gefunden: Ein Lesetipp zum Thema Twitter:

Ein kleines Kompendium für Twiterneulinge. Der Text basiert auf eigenen Erfahrungen mit Twitter in den letzten 20 Monaten. [...] Sie wollen es also auch mal mit diesem Twitter probieren, worüber jetzt so viele reden und das als Thema in immer mehr Medien eine Rolle spielt? Gerne, kein Problem. [...] Aber wie macht man das bei Twitter eigentlich richtig? Wie fängt man an?

Dirk Baranek: Twitter für Anfänger - so kann es losgehen

Logos im Wandel der Zeit

Eine große Marke zu sein, ein bekanntes und für die Marke wichtiges Logo zu haben und dies im Laufe der Zeit mehr oder weniger behutsam mit der Zeit gehen zu lassen ist keine leichte Aufgabe.

iShift hat 20 Logos großer, bekannter Marken durch die Zeit begleitet. Von Apple über Shell bis hin zu Nokias oder Ford geht die Reise durch die Zeit. Und bringt dabei auch überraschende Brüche zu Tage:

iShift: 20 Corporate Brand Logo Evolution  »»

Der Aufwand, im Web 2.0 aktiv zu werden

Ich stecke derzeit in den letzten Vorbereitungen für mein Seminar »Blog, twitter, Facebook und Co, Wahlkampf im Internet« am Samstag.

Parallel – so eine Seminaridee kommt ja auch selten aus heiterem Himmel angeflogen – bin ich im engen Kontakt zu mehreren Ortsverbänden der Grünen und unterhalte mich dort immer wieder über eben diesen Wahlkampf im Internet.

Und obwohl zum Beispiel die Strukturdaten ganz klar sagen, dass gerade die Grünen im Web auf eine riesige, dankbare Zielgruppe stoßen ist es oft schwer, die Menschen von den neuen Möglichkeiten zu begeistern.

Zusammengefasst begegnen mir die folgenden drei Argumente dagegen:

  • Das »Web 2.0« wird aus Datenschutzgründen eher abgelehnt. 
  • Angst vor Veränderung (aka. Das haben wir noch nie so gemacht)
  • Das ist viel zu viel Arbeit – wer soll denn das alles machen?

(Ich nehme übrigens an, dass es bei den anderen Parteien ganz ähnliche Gründe gibt)

Alles drei sind natürlich gewichtige Gründe, mit denen man unterschiedlich umgehen muss.

 

Das »Web 2.0« wird aus Datenschutzgründen eher abgelehnt.

Solche Befürchtungen sind natürlich durchaus sehr begründet und müssen ernsthaft besprochen werden. Aber gerade für Gruppen, Vereine oder Parteien, die sich im Web präsentieren wollen ist es natürlich einfacher, einen Trennungsstrich zwischen gewollter Öffentlichkeit und zuviel Information zu ziehen. Auch wenn im »Web 2.0« natürlich gerade persönlichere Kommunikation im Vordergrund steht.

 

Angst vor der Veränderung

Angst vor Veränderung, Angst vor Neuem wird es immer geben. Hier hilft keine Überredungskunst und kein Druck, sondern höchstesn langsames Heranführen an das Neue und Fremde.

 

Das ist zuviel Arbeit

Auch wenn »wir« – die wir selbstverständlich auf zwei Bildschirmen arbeiten, chatten, lesen, twittern und mit den neusten Handys auch unterwegs online sind – es uns nur schwer vorstellen können: Das ist ein wichtiger Punkt.

Für mich, der ich berufsbedingt aber eben auch aus Leidenschaft von morgens bis abends am Computer sitze ist es einfach, nebenher zu twittern, den RSS-Reader im Auge zu behalten und absolut zeitnah auf Kommentare, @-Replies oder ähnliches zu reagieren.

Aber nicht jeder lebt so und nicht jeder hat Lust, seine Arbeitsweise komplett umzustrukturieren. Der Aufwand, »ins Internet zu gehen« ist für viele Menschen trotz Breitband-DSL immer noch hoch. Da steht dann vielleicht ein alter Computer, der erst minutenlang hochgefahren werden muss, vielleicht ist einfach gar kein DSL im Haus und vielleicht ist man »dem Internet« gegenüber eh eher skeptisch eingestellt – man hört und liest ja immer so viel schlechtes.

Alles zusammen sind die Hürden oft eher hoch - und dann soll man auf einmal ständig online verfügbar sein, um dort zu kommunizieren? Ich verstehe die Probleme, die da mancher hat.

Multi-Monitor-Umgebungen erhöhen die Produktivität

Als ich begann, professionell am Computer zu sitzen hörte ich irgendwann von den ersten Grafikkarten mit Anschlüssen für mehrere Monitore. Gerade für Programme wie Photoshop, die ihre Werkzeuge auf mehrere Paletten verteilen leuchtete mir der Sinn sofort ein und ich hatte schnell auch zwei Monitore vor mir stehen.
Aber auch auf dem einen Monitor ein Quelldokument zu haben und auf dem anderen Monitor die HTML-Version dieser Vorlage zu bearbeiten erwies sich schnell als deutlich effektiver als ein ständiges hin- und herschalten zwischen den Fenstern.

Seit neben der Arbeit an einem Dokument, einer Website oder überhaupt einem nur von mir bearbeiteten Projekt auch die ständige Kommunikation mit der Außenwelt immer wichtiger wurde ist als dritter Monitor noch das aufgeklappte Laptop dazu gekommen. Das kleine Programm Synergy sorgt dabei dafür, dass ich Desktop-PC und Laptop über eine Tastataur und eine Maus bedienen kann.

Im Ergebnis habe ich also sozusagen »geschummelte« drei Monitore an einem Arbeitsplatz vor mir.

Screenshot aller drei Bildschirme im Einsatz

Freunde und Bekannte, die weniger am PC arbeiten und/oder die Erfahrung mit mehreren Monitoren nicht haben belächeln »mein Cockpit« gerne und finden es eigentlich übertrieben. Man könne doch eh immer nur eine Sache im Auge behalten.

Nachdem meine Erfahrung mir völlig unempirisch schon immer anderes gesagt hat,  hat das Frauhofer-Institut jetzt eine Versuchsreihe zu diesem Thema durchgeführt und mein Bauchgefühl komplett bestätigt:

Die Ergebnisse des Experiments waren verblüffend: Während bei Gruppe 1 [ein 19"-Monitor] lediglich eine Produktivitätssteigerung von 1,9 Prozent gegenüber der Referenzaufgabe gemessen wurde - die dem Lerneffekt zuzuschreiben ist - lag das Produktivitätsplus bei Gruppe 2 [ein 22"-Widescreen-Monitor] immerhin schon bei 8,4 Prozent. Als äußerst produktiv erwies sich Gruppe 3 [drei 19"-Monitore]: Die Probanden zeigten bei der Lösung ihrer Aufgabe im Schnitt eine um 35,5 Prozent bessere Leistung. Dieses Ergebnis ist statisch hochsignifikant. 

Der ganze Artikel beim Fraunhofer IAO: Höhere Produktivität durch Multi-Monitor-Arbeitsplatz - Exponat auf der CeBIT

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