Blog-Archiv

Von 2006 - 2011 habe ich ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
Das hier ist das Archiv.

TOFU - leider mehr als Fleischersatz

Bei Biggi Mestmäcker im TXT-JobBlog habe ich einen Link zu diesem Text über das richtige Verfassen einer eMail - und was man dabei so alles falsch machen kann.
Denn das ist eine Menge:

Die Verantwortung für die Wahrnehmung dessen, was man geschrieben hat, wird nicht mehr übernommen. Beim traditionellen Brief war das unvorstellbar; beim Schreiben bereits über den späteren Empfänger reflektierend, versuchte der Schreiber tendenziell, alle äußeren Merkmale auf das Gegenüber abzustimmen: Papierwahl, Format, Schriftbild etc. waren Momente der zu eröffnenden Kommunikation, die nicht dem Zufall überlassen wurden. Respekt dem anderen gegenüber auch in den äußeren Bestandteilen eines Briefes war eine, vielleicht die wichtigste Bedingung des Gelingens von durch Schrift vermitteltem Austausch. An die Stelle jenes Respekts tritt heute nicht selten die bekennende Ahnungslosigkeit …

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» Schrift und Charakter: TOFU

First give - and then take

Unter diesem Motto hat einmal sehr treffend einer der Internetpioniere in Deutschland das Prinzip der (Online-)Netzwerke zusammengefasst.

Auch ich habe schon oft festgestellt, dass das Engagement in verschiedenen Online-Communities auf Dauer mehr bringt als sich in Stundenlohn für die in die Gemeinschaft hineingegebene Hilfe ausrechnen läßt.
Deswegen bin ich auch in verschiedenen Netzwerken aktiv.

Ich weiß auch, dass eine solche Community nach dem Prinzip der Solidargemeinschaft funktioniert: Man gibt dem einen etwas und bekommt an anderer Stelle von jemandem anderen. So ist allen irgendwann einmal geholfen, und da das ganze öffentlich abläuft profitieren auch die, die nur mitlesen.

Trotzdem kann man es auch falschmachen: Die Frage »Kannst Du mir mal eben (…)?« ist eigentlich schon deswegen falsch, weil am Computer - das wissen wir alle - selten etwas »mal eben« geht. Aber das ist gar nicht der Fehler.

Komisch wird das ganze erst, wenn jemand verspricht, kistenweise Bier oder andere Gaben als Dankeschön zu schicken, beim Verweis auf den leicht zu findenden Amazon-Wunschzettel verspricht, dort etwas tolles auszusuchen und dann für die nächsten Monate auf allen bekannten Kommunikationskanälen verstummt.

Bitte nicht falschverstehen: Wie gesagt habe ich das Prinzip der Communities verstanden und auch verinnerlicht. Ich helfe gerne einmal. Und auch mehrfach.
Aber wenn man eh nicht vorhat, sich zu bedanken, sollte man es nicht wiederholt versprechen. Da bleibt ein komischer Nachgeschmack.

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Gutes Design - schlechtes Design

Markus Stefan macht sich in seinem Blog Gedanken über die Frage, woraus schlechtes Design resultiert.
Neben einigen meiner Meinung nach recht passenden Kategorisierungen verschiedener Designertypen kommt er zu dem durchaus nachvollziehbaren Schluß, dass schlechtes Design hauptsächlich durch Desinteresse verursacht wird.

» Woraus resultiert schlechtes Design?

Allerdings beschränkt Markus sich sehr auf den grafischen Aspekt - gerade im Internet sollte man aber nicht vergessen, dass Webdesign auch und gerade User-Interface-Design ist.
Durch die mögliche Interaktivität muß eine Website viel stärker auch die Benutzung durch den Besucher im Auge haben als zum Beispiel ein Druckerzeugnis; dort ist der Leser (= der Benutzer) normalerweise an die Bedienungstechniken (= aufschlagen, lesen, blättern, …) fast sein Leben lang gewöhnt.
Die Bedienung einer Website wird allerdings - ob durch die Vorgaben des Corporate Designs oder die Vorstellungen des Designers bedingt fast jedesmal neu erfunden; gerade deshalb ist hier erhöhte Aufmerksamkeit nötig.

Natürlich muß eine Website »gut aussehen«, muß den Anforderungen an gutes Grafikdesign entsprechen. Die Verwendung stimmiger Farbwelten, eines Rasters sowie passender Schriften sollten eine Selbstverständlichkeit sein.

Darüber hinaus muss eine Website dem Benutzer aber auch eine Bedienoberfläche bieten. Er muss Links finden, die ihm ermöglichen, jederzeit aus dem Überblick zu einem gewünschten Inhalt und auch wieder zurück zu springen.

Und neben diesen Bedienelementen, die der User vorfinden und verstehen muß, bietet eine gute Web-Gestaltung dem Besucher auch noch eine Orientierung darüber, wie die Site aufgebaut ist und an welcher Stelle eines wie großen Angebotes er sich gerade befindet.
Denn während man zum Beispiel bei einem Buch wortwörtlich in den Fingern spürt, an welcher Stelle im Buch man sich befindet sieht man bei der Website erst nur die einzelne Seite.
Eine gute Web-Gestaltung gibt dem Besucher dabei trotzdem ein Gefühl dafür, ob und wie viel er außer dieser einen Seite noch erwarten kann.

Diese Gestaltung geht natürlich über den grafischen Bereich hinaus - und kann auch Auswirkungen auf die Struktur einer Website haben.
Eine gute strukturelle Planung - und die grafische Abbildung - einer Website hilft dem Besucher, sich zu orientieren, schnell zu finden, was er sucht und somit mit der Website positive Erfahrungen zu machen.

Im Idealfall ist der Webdesigner also bei der Planung der Inhalte involviert - in der Realität bekommt er zwar meist eine fertige Excel-Datei oder eine aufwändige Flow-Chart - aber um ein gutes Ergebnis zu erreichen, sollte diese Struktur in der Planungsphase noch zu ändern sein.

Schriften im Web

Eine oft gehörte Frage ist: »Warum kann ich denn meine Hausschrift nicht im Internet nutzen?«

Die Antwort ist recht einfach: Damit ein Browser eine Schrift anzeigen kann, muss die Schrift auf dem Computer installiert sein. Und da man den Besucher nicht dazu zwingen kann, sich eine Schrift herunterzuladen und zu installieren - leider kenne ich keine Statistiken darüber, wie viel Prozent der Benutzer das überhaupt könnten, geschweige denn wollten - ist man auf die Benutzung von wenigen Standardschriften angewiesen.

Manuel Bieh führt gerade eine Untersuchung durch, welche Schriften am weitesten verbreitet sind.
Wer mitmachen möchte, um die Untersuchung zu unterstützen kann das hier tun, wer nur die Ergebnissse sehen will, klickt hier.

» Zur Untersuchung
» Zu den Ergebnissen

Tunnelseiten

Oft stoßen im Briefing oder in der Präsentation die Vorstellungen von Webdesigner und Kunde derart aufeinander, dass für den einen etwas völlig selbstverständlich ist, was der andere genau so kategorisch ablehnt.

Meist kommen diese Unterschiede daher, dass man in dem Moment, in dem man sich selbst im Internet präsentieren möchte, vom Nutzer in eine neue Rolle wechselt. Dabei sollte man genau an dieser Stelle hauptsächlich über seine Erfahrungen als Nutzer nachdenken, um die eigene Website so benutzbar und damit auch so nützlich wie möglich zu machen.

Ein typisches Beispiel für solche Missverständnisse sind sogenannte »Tunnelseiten« oder »Splashscreens« - also dem eigentlichen Inhalt vorgeschaltete Seiten, auf denen das Firmenlogo, das Produkt oder eine Animation zu sehen sind.

Die meisten Webdesigner haben Tunnelseiten längst aus ihrer Werkzeugkiste verbannt, weil sie wissen, dass das Internet ein Kommunikations- und Informationsmedium und keine ins weltweit verfügbare PowerPoint-Präsentation ist.

Das Design Tagebuch hat Tunnelseiten dennoch untersucht, dabei verschiedene Kategorien entdeckt und ihren Nutzen genauer untersucht.

» Design Tagebuch: Tunnelseiten, die kein Mensch braucht

Was tun, wenn ein Blog über mich schreibt?

Viele Unternehmen schauen misstrauisch auf die Weblog-Szene.

Immer wieder liest man davon, dass sich ein einziger negativer Eintrag rasend ausbreitet und schnell an allen möglichen Ecken und Enden des Internets zu finden ist.
Und kaum eine Firma weiß, wie sie schlau mit solchen negativen Beiträgen umgehen soll. Die gängigen Reaktionsmuster scheinen alle nicht zu funktionieren: Als Spreeblick über Jamba schrieb, versuchten Jamba-Mitarbeiter in den Kommentaren gegenzusteuern - aber der Versuch war schnell entdeckt.

Und Abmahnungen setzen meist blitzartig eine Kettenreaktion in Gang, an deren Ende der Name der Firma oder des Produktes bei Google nicht mehr zu finden ist, ohne dabei gleich in Zusammenhang zu dem einen negativen Beitrag gesetzt zu werden.

Bei Robert Basic findet sich eine schöne Liste solcher gescheiterter Versuche.

Oliver Schwarz stellt die Frage »Wie geht man um mit dem PR-GAU per Blogeintrag?« und liefert auch Antworten - denn eigentlich ist es ganz einfach, das Internet ist schließlich ein Kommunikationsmedium. Und so hilft es meist am besten, erst einmal ruhig zu bleiben und das direkte Gespräch zu suchen.

» Wie geht man um mit dem PR-GAU per Blogeintrag?
» Top-Liste der Blog-Skandale

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