Blog-Archiv

Von 2006 - 2011 habe ich ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
Das hier ist das Archiv.

Praxisleitfaden zum Umgang mit Weblogs, Podcasts & Co

Gerade bei Biggi gefunden:

Prof. Dr. Norbert Schneider, Direktor der LfM, sagte hierzu: »Das inzwischen viel zitierte Web 2.0 löst Versprechen ein, die das Internet der ersten Generation gegeben hat: Der Nutzer wird zum Produzenten eigener Inhalte und verbreitet diese auch.« Dies zeige das Potenzial, das im Medium Internet liege, setze aber auch Verantwortungsbewusstsein bei den Akteuren sowie Differenzierungsfertigkeiten bei den Konsumenten voraus.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Medienakademie hat die Landesanstalt für Medien NRW die Broschüre »Praxisleitfaden zum Umgang mit Weblogs, Podcasts & Co« für den Umgang mit neuen Kommunikationswegen im Netz herausgegeben.

» Zum Artikel beim BVDW
» Download der Broschüre als PDF (812kb)

Freie Fotos

Screenshot BildersucheMal was neues hier im Blog: ein Auszug aus meinen im Laufe der Jahre gesammelten Bookmarks:

Im Internet gibt es an vielen verschiedenen Stellen freie Fotos, die man mindestens zum Layouten, oft aber auch für kommerzielle Endprodukte verwenden kann. Die Lizenzbedingungen sind verschieden - im Zweifelsfall nachschauen oder nachfragen.

  • Photocase (Anmelden, 3 Bilder pro Tag kostenlos, Nennung im Impressum)
  • picstyle (Auflösung 640 x 425 Pixel)
  • Pixelquelle (Nennung im Impressum)
  • Fotos-Direkt (ca. 300 x 225 Pixel, Nennung im Impressum)
  • sxc.hu (Anmeldung, Bedingungen je nach gewünschtem Foto)
  • CalPhotos (Bedingungen je nach gewünschtem Foto)

Und auch flickr lohnt oft einen Blick mehr - da stehen die Lizenzbedingungen immer beim einzelnen Foto.
Und - das weiss ich aus eigener Erfahrung: eine freundliche eMail an den Fotographen hilft auch meist weiter.

Wir haben Ihnen eine eMail geschickt

Wir alle haben ja morgens so unsere Rituale, um in den Arbeitstag hineinzugleiten.

Meines beinhaltet zum Beispiel einen Streifzug durch die Weblogs, die ich so lese und heute war parallel eine Software-Installation dabei - auf der letzten Heft-CD der c’t war eine interessante Vollversion einer Mind-Mapping-Software.

Und jetzt hab ich schlechte Laune.

Warum?
Die Software kann nur installiert werden, wenn man sich kostenlos und unverbindlich beim Hersteller registriert. Das ist verständlich und völlig ok.
Zur Registrierung muss man in ein Formular seine eMail-Adresse angeben, dann beglückt einen die Meldung »Wir haben Ihnen eine eMail mit weitere Informationen geschickt.«
Das ist nur leider nicht wahr; es müsste »irgendwann bekommen Sie eine eMail mit weiteren Informationen« heissen, denn: es kommt keine eMail.

Naja, les ich halt weiter in den Blogs, das Fenster mit der begonnenen Installation kann ich ja einfach offen auf dem Desktop lassen, das stört ja nicht wirklich.

Oh, eine Umfrage in einem Blog, das ich gerne lese - da mache ich doch gerne mit. Aber, was passiert?
Richtig: »Wir haben Ihnen eine eMail mit weiteren Informationen geschickt.«
Und was passiert nicht..?
Auch richtig…

Man kann so etwas doch besser machen, oder?
Gut, ich habe jetzt das Hintergrundwissen, dass solche Aufgaben auf dem Server gerne nicht wirklich sofort, sondern in Intervallen ausgeführt werden - aber dieses Wissen fehlt doch dem normalen User.
Der sitzt jetzt doch vor seinem Rechner, klickt verzewifelt auf »neue Nachrichten abrufen« im Mailprogramm und denkt, er hätte etwas falsch gemacht.

Fazit: Entweder muss die eMail sofort kommen, oder die Meldung für den User muss anders formuliert sein.
Ich pack das dann mal in den Hinterkopf in die Kiste zu den hunderttausend anderen Usability-Kleinigkeiten,die über das gute oder schlechte Gefühl bei der Benutzung einer Website entscheiden können.

Gerne unterschätzt: Formulare

»Kannst Du da noch schnell ein Formular einbauen?« ist eine Frage, die mir natürlich öfter gestellt wird.
Und spätestens, wenn das Formular über ein schlichtes Kontaktformular mit den drei Feldern für Name, eMail -Adresse und Nachricht hinausgeht, müsste ich eigentlich sagen: » Nein, nicht „noch schnell” - aber natürlich gerne!«

Natürlich ist eine Formularseite schnell geschrieben - aber das Script dahinter, das braucht seine Zeit.

Für den Besucher der Website ist ein Kontakt- oder Anfrageformular oft die einzige Möglichkeit, aktiv mit dem Anbieter der Website in Kontakt zu treten.
Auf der anderen Seite - beim Websitebetreiber - sind diese Formulare hart umkämpftes Gebiet:
Die Marketingabteilung möchte gerne so viel wie möglich über den Besucher erfahren und will am liebsten eine einfache eMail-Möglichkeit zum Umfrage-Tool erweitern. Und den Besucher bei der Gelegenheit mittels vieler Pflichtfelder gründlich kennenlernen.
Die Rechtsabteilung warnt vor unvorhersehbaren Folgen und möchte sich mit vielen Disclaimern und Datenschutzerklärungen absichern.
Bei der Bestellannahme möchte man am liebsten nach Abteilungen sortierte, normierte und maschinenlesbare Daten geschickt bekommen, um so wenig Arbeit wie möglich mit den ankommenden eMails zu haben.
Und IT- und Rechtsabteilung sorgen sich gemeinsam darum, dass das Formular zum Versand von Spam missbraucht wird.

Und der Besucher: Der hat doch einfach nur eine Frage.

Aus der eigenen Erfahrung als Internet-Benutzer sind wir uns sicher einig:
Ewig lange Formulare sind abschreckend.
Welche, die uns zwingen, unsere Wochenend-Telephonnummer noch anzugeben, um die kostenlose und unverbindliche Broschüre zu bestellen noch mehr. Dabei kann man sich mit ein wenig gesundem Menschenverstand doch eh ausmalen, wie viele dieser erzwungenen Pflichtangaben der Wahrheit entsprechen.

Und wenn ein Formular nach dem dritten Versuch, es abzuschicken immer noch mit einem lapidaren »Sie haben ungültige Daten eingegeben« zum Raten auffordert, wo man denn jetzt was für ein Zeichen löschen muß, dann ist die Chance recht gering, dass man es tatsächlich auch noch ein viertes Mal versucht.

Und deswegen kann man ein Formular nur selten »mal schnell« programmieren.
Denn zu einem Formular gehört die Überlegung, was der Besucher möchte, wie man ihn dort am schnellsten hinbringt, wie man ihm Fehler so erklärt, dass er es versteht (oder sie am besten erst gar nicht macht) und wie er sofort das erste Feedback bekommt, das ihn mit dem zufriedenen Gefühl hinterläßt, nicht nur Worte irgendwohin getippt, sondern eine Nachricht an einen Menschen geschickt zu haben.

Merci.

Als ich 1998 begann, die ersten Html-Zeilen selbst zu schreiben und nicht mehr dem Netscape Composer das Aussehen meiner Websites zu überlassen, da war er schon eine feste Größe: Stefan Münz.

Jahrelang hat er - quasi im Alleingang - das Standardwerk zu Html und artverwandten Sprachen geschrieben, veröffentlicht und betreut: Selfhtml.
Erst vor kurzem ging das Werk inklusive des drumherum entstanden Self-Raumes mit Forum und Blog an eine Gruppe von Entwicklern über.

Und jetzt verlässt er das Projekt.
Wahrscheinlich wird es mehrere Versionen über seinen Weggang geben und die Zukunft von SelfHTML scheint unsicher.
Aber darum soll es jetzt gar nicht gehen.

Ich möchte mich an dieser Stelle einfach nur bedanken.
Danke, Stefan. Ohne Deine Arbeit wäre ich jetzt vielleicht nicht hier.

» SelfHTML Weblog: Krise und Zukunft des SELFHTML-Projektes
» SelfHTML-Gründer Münz kehrt seinem Projekt den Rücken

So geht es auch

Nur ein kleiner Moment zwischendurch - so kann man auch reagieren, wenn man seine Fotos auf anderer Leute Website findet.

So viel souveräne Gelassenheit wünschen wir uns doch überall.

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