Blog-Archiv

Von 2006 - 2011 habe ich ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
Das hier ist das Archiv.

Der größte Bluescreen der Welt

Bluescreen auf einer Infotafel an der HauswandEigentlich ist er uns ja schon länger nicht begegnet. Alle die Windows schon länger kennen, also auch schon mit Windows 98 oder 95 gearbeitet haben oder sogar Windows for Workgroups 3.11 noch kannten, die werden ihn kennen aber wohl kaum vermissen: den Bluescreen. Den Moment, wenn man weiss, dass nichts mehr geht.
Aber gelegentlich taucht er auch in der eigentlich recht stabilen Windows XP-Welt noch auf, wie dieses Foto beweist.

Der Blick aufs Wesentliche - Infografiken bereichern die Unternehmenskommunikation

Screenshot pilavas.deIch freue mich, heute eine Gastautorin begrüßen zu können:
Dorothee Pilavas ist freie Journalistin und betreut seit mehr als zehn Jahren Unternehmen bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Zusammen mit der Infografikerin Sonja Heller bietet sie seit Kurzem den Infografikdienst „Pilavas und Heller“ an. Beide können auf jahrelange Erfahrungen bei GLOBUS Infografik, Deutschlands größter Agentur für Infografik, zurückgreifen.

Aufmerksamen Lesern könnten beide auch als Partner bekannt sein, mit denen ich schon länger in verschiedenen Projekten immer mal wieder zusammen arbeite.

Auf Ihrer gemeinsamen Website bieten sie regelmäßig kostenlos aktuell recherchierte und angefertigte Infografiken an - aktuell mit einem längeren Text über die Infografik allgemein. Ich übergebe das Wort also an Dorothee, die meiner Einladung dankenswerterweise gefolgt ist, den Text auch hier zu veröffentlichen:

Der Blick aufs Wesentliche
Infografiken bereichern die Unternehmenskommunikation

von Dorothee Pilavas

Was haben wir uns nicht alle schon geärgert über unsinnige Bedienungsanleitungen oder verwirrende Wegbeschreibungen. Es ist eben nicht einfach, Botschaften klar rüberzubringen. Und manchmal stößt selbst der beste Text an seine Grenzen, wenn es um die Darstellung komplexer Zusammenhänge geht.
Hier können Informationsgrafiken Klarheit schaffen und auf kreative Weise zum Verständnis beitragen.

Infografiken können aber noch viel mehr, als uns beim Aufbau von Regalen zu helfen oder den Weg zum Italiener zu weisen.
Sie sind das ideale Medium, wenn es darum geht, große Informationsmengen schnell, umfassend und einprägsam zu vermitteln oder komplexe Abläufe zu verdeutlichen. Sie vereinen Text, Illustration und wenn gewünscht auch Fotos zu einem Gesamtbild, das den Blick aufs Wesentliche lenkt.
So eignen sie sich für die kreative Darstellung von Statistiken, Organisationsstrukturen oder Funktionsabläufen und können als Piktogramme auch rein visuelle Botschaften vermitteln.

Infografiken treffen klare Aussagen

Die Visualisierung von Informationen erfordert klare, eindeutige Aussagen, die auf den ersten Blick zu erfassen sind und beim Betrachter entsprechende Emotionen wecken.

Leselust - so lesen die Deutschen

Die primäre Aussage der Grafik “Leselust” lautet: Deutsche lesen gerne Krimis und am liebsten auf dem Sofa.
Eine eingehende Betrachtung der Grafik ermöglicht ein differenzierteres Bild der Vorlieben beim Bücherlesen, das sich durch die klar strukturierte Statistik schnell erschließt. Doch vor allem die starke, emotionale Botschaft des ersten Eindrucks wird sich beim Leser auf Dauer einprägen.

Infografiken als Eye-Catcher

Was entscheidet darüber, welcher Artikel einer Publikation gelesen wird? Was fördert das Interesse für ein Thema?
Die Universität Dortmund hat untersucht, welche verschiedenen Gestaltungselemente auf einer Zeitungsseite die Aufmerksamkeit von Jugendlichen erregen. Das Ergebnis: Ein buntes Layout, starke Bildmotive, unterhaltsam geschriebene Texte und Infografiken schaffen aktive Leseanreize. Und das mit nachhaltiger Wirkung. 90 Prozent der Jugendlichen, die sich eine Infografik anschauten, lasen danach auch den dazugehörigen Text.
Infografiken sind also nicht nur Eye-Catcher, sie passen auch perfekt in unsere multimediale Welt. Denn sie sprechen besonders die junge Generation von Medienkonsumenten an, die es gewohnt ist, Informationen parallel über mehrere Kanäle aufzunehmen.

Infografiken als modernes Element des Corporate Design

Zeitungsredakteure und Magazinmacher haben die Infografik deshalb schon lange als Bereicherung ihrer Berichterstattung entdeckt. In der PR wird sie dagegen noch weitgehend vernachlässigt. Dabei ist sie ein aufmerksamkeitsstarkes Element im Media-Mix der internen und externen Kommunikation. Insbesondere dann, wenn sie an das Corporate Design des Unternehmens angepasst wird.

Leselust-Infografik im Magazin-Layout

Die Grafik “Leselust” könnte zum Beispiel von einem Verlagshaus eingesetzt werden, das sein Krimiprogramm ausgeweitet hat und diese Unternehmensentscheidung mit Daten über das Konsumverhalten seiner Zielgruppe untermauern will. Journalisten bewerten diese Hintergrundinformation über die Vorlieben beim Bücherlesen als Zusatznutzen und verwenden die Grafik vielleicht in ihrer Berichterstattung. Die Gestaltung im CD des Verlagshauses verweist dabei dezent auf den Absender der Information.

Infografiken haben Zukunft

Auch Geschäftsberichte, Imagebroschüren und Internet-Auftritte können mit statischen oder animierten Infografiken aufgewertet werden. Wichtig sind dabei eine treffende Auswahl der Inhalte, eine klare Formulierung der Botschaft, eine stimmige grafische Umsetzung sowie eine aussagestarke Illustration.
Um dies zu erreichen, ist sowohl journalistisches als auch grafisches Können gefragt. Von der Konzeption bis hin zur Fertigstellung ist deshalb eine enge Kooperation von Redaktion und Grafik von Vorteil.
Weil Infografiken effizient sind, einen klaren Mehrwert bieten, Botschaften wirkungsstark transportieren und in die moderne Medienlandschaft passen, werden sie in der PR künftig sicherlich mehr an Bedeutung gewinnen.

(Den Text sowie die Grafik “Leselust” gibt es auf www.informations-grafik.de zum kostenlosen Download.)

Sollte man seine Kunden mit Live-Previews der Webdesign-Projekte versorgen?

Screenshot praegnanz.deWie angekündigt findet bei Gerrit van Aaken jetzt die Diskussion zu den einzelnen Fragen statt.
Heute zur Frage “Sollte man seine Kunden mit Live-Previews der Webdesign-Projekte versorgen?”
Wenn Sie schon einmal mit mir zusammengearbeitet haben, dann wissen Sie meine Antwort: eindeutig ja.
Mehr dazu bei Gerrit.

Sollte man?

Gewonnen!
Screenshot praegnanz.deGerrit van Aaken hatte letztens zu einem kleinen Gewinnspiel aufgerufen. 5 Fragen galt es zu beantworten, die in den nächsten Tagen dann bei ihm im Blog diskutiert werden:
  1. Sollte man Serifenschriften im Lauftext verwenden?
  2. Sollte man die User zu korrekter Browserbenutzung umerziehen?
  3. Sollte man seine Kunden mit Live-Previews der Webdesign-Projekte versorgen?
  4. Sollte man bei der Diskussion um sinnlose Kundenwünsche die Notlüge »Suchmaschinen mögen das nicht« verwenden, obwohl man weiß, dass es nicht stimmt?
  5. Sollte man auch bei der Gestaltung von Admin-Bereichen auf HTML-Semantik achten?

Und es gab auch eine Verlosung und etwas zu gewinnen - und so lag gestern ein dicker Umschlag in meinem Briefkasten - vielen Dank auch hier noch einmal!

Die Antworten zur ersten Frage sind bereits veröffentlicht - und wird bereits in den Kommentaren weiter-diskutiert. Da freue ich mich ja auf die Diskussion zu den Fragen, zu denen ich eine Stellung bezogen habe - denn bei Frage eins habe ich mich elegant rausgehalten.

Immer wieder spannend - was man so über “das Internet” sagt

Schon Anfang des Jahres hatte ich unter dem bewusst grammatikalisch etwas holprigen Satz “Es gibt drei Internet” darüber nachgedacht, wie das World Wide Web eigentlich so wahrgenommen wird.

Und - nicht zuletzt im Rahmen der Diskussionen über Vorratsdatenspeicherung und online-Überwachung wird diese Frage immer wichtiger.

Markus Beckedahl von netzpolitik.org hat das Thema in seiner Rede anlässlich der Demonstration in Berlin am 22.9. gestreift:

Auf so eine Idee kommen auch nur Menschen, die das Internet und Computer noch nicht so in ihr Leben integriert haben. […] Wissen das unsere Politiker? […] Wir werden von Politikern regiert, die noch nicht im Netz angekommen sind. […] Für uns sind das Netz und unsere Computer ein soziale Raum, in dem wir uns aufhalten. In dem wir leben, kommunizieren, uns austauschen, dem wir unsere privaten Gedanken anvertrauen.

Dass nicht nur Politiker noch nicht “im Netz angekommen” sind beweisen jetzt die 50 besten Zitate übers Internet, die ich heute morgen beim medienrauschen fand.

Beispiel:

«Ich habe Gott sei Dank Leute, die für mich das Internet bedienen.»
Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, im März 2007.

Dem Kommentar “Ein wahrer Pool der Freude und Bestürzung.” ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Naja, vielleicht eines: 3 der 6 Partner mit denen ich gerne, gut und viel zusammenarbeite kenne ich nur virtuell oder habe sie zumindest “im Internet” kennengelernt. Es kan sich also durchaus auch unter ganz altmodischen Gesichtspunkten lohnen, “hier” anzukommen.

Lesetipp.

Mindestens. Vielleicht sogar fast ein Lesebefehl.

Es wird ewig an Logos gefeilt, über die Größe von Icons gestritten, darüber, ob Links unterstrichen sein sollen oder nicht und ob Standardschriftarten zum Design passen. […] Und irgendwann ist alles fertig und man könnte sich endlich wieder wichtigeren Dingen als der Website zuwenden, als plötzlich jemand ruft: »Wir brauchen noch Texte!« Richtig – die Texte, die ja bereits vor siebzehn Wochen geliefert werden sollten!

Andreas Dölling: Vom Texten und Zutexten

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