Blog-Archiv

Von 2006 - 2011 habe ich ein Blog über meine tägliche Arbeit geschrieben.
Das hier ist das Archiv.

Die Jahresendzeit

Nicht viel los hier im Moment.  Aber das gilt nur für »hier« wie »hier im Blog«, denn: Das Jahresendchaos ist wieder da. Und ich frage mich: Was ist so besonders am diesen letzten Wochen und Tagen des Jahres? Warum müssen alle diese Dingen unbedingt noch vor den Weihnachtstagen erledigt werden?

Also, ich sehe ja ein, dass Weihnachtskarten vor Weihnachten verschickt sein wollen - aber, um einmal ein anderes Beispiel zu nennen, wie viel Sinn macht es, die neue Sekretärin am 20.12. im Umgang mit dem CMS schulen zu lassen?

Danach geht auch die Sekretärin in die Feiertage und beschäftigt sich erst einmal mit Geschenken, Essen und Verwandtenbesucht und wenn sie im neuen Jahr den ersten Artikel online schreiben soll ist alles wieder weg.

Also: Ich schule natürlich auch gerne zweimal - aber die Frage wird doch erlaubt sein, oder?

World Usability Day 2008 in Düsseldorf

World Usability Day 2008 in Düseldorf

Zusammen mit der Kollegin in der virtuellen Bürogemeinschaft Nadine Oberstein habe ich am 13.11. im Rahmen des World Usability Days die Veranstaltungen in der FH Düsseldorf besucht.
Ich versuche mal die einzelnen Veranstaltungen zusammen zu fassen.

Prof. Dr. Markus Dahm, FH Düsseldorf Usability und/oder Security? Einfache oder sichere Software?
Professor Dahm hielt eine kurze Begrüßung und startete dann in seinen Vortrag zur Verbindung der Themen "Security" und "Usability". Beziehungsweise eher dazu, wie schwer es ist, diese beiden Anforderungen unter einen Hut zu bekommen. Nur als eines der schönen Beispiele: WLAN-Einrichtung. Die von den meisten Herstellern beworbene Aufstellen-Anschließen-Fertig-Einrichtung hat zwar eine hohe Usability, ist aber eher das unsicherste, was man so mit einem WLAN-Router machen kann.

 

Bernhard Welzel, Innocasto Webtechnologie: Informationswüste Produktkatalog - Verloren im Onlineshop
Bernhard Welzel nahm im nächsten Vortrag Online-Shops etwas näher unter die Lupe. Man kann zwar inzwischen davon ausgehen, dass fast alle Shops dem Besucher diverse Möglichkeiten anbieten, umfangreiche Ergebnislisten mit allen möglichen Features und/oder technischen Details zu generieren - wenn man aber noch nicht weiß, was man sucht, sind diese Ergebnislisten für den User eher uninteressant. Der Vortrag kippte dann recht schnell in eine Diskussion darüber, was man für Kriterien bräuchte und ob solche - oft doch recht persönliche Bewertungskriterien im Web überhaupt möglich sind.

 

Nicolai Schwarz, textformer mediendesign: Usability durch Text - Auch auf den Inhalt kommt es an
Nikolai Schwarz sprach über die Wichtigkeit von guten Texten um die Verständlichkeit zum Beispiel von Web-Seiten und damit auch ihre Usability zu erhöhen. Er zeigt einige Beispiele gelungener und weniger gelungener Texte. Leider fand ich die Beispiele nicht immer gut ausgewählt und der Vortrag glitt nach meinem Geschmack zu sehr in ein reines Bashing der gezeigten Beispiele ab. Das ist natürlich verführerisch aber nicht sehr produktiv.

 

Maren Mäuselein, User Interface Design GmbH: Busse mit der Lupe suchen - Innovative Visualisierungs- und Interaktionskonzepte für Verkehrsbetriebe
Maren Mäuseleins arbeitet an einer Benutzeroberfläche um in Verkehrsbetrieben die Abläufe auf verschiedenen Busstrecken zu visualisieren und den Anwendern Eingriffsmöglichkeiten zu bieten. Sie berichtete von der Entwicklung einer neuen Oberfläche und von verschiedenen Planungs-und Testläufen die im Rahmen dieser Neuentwicklung durchlaufen wurden. Der Vortrag bot interessante Einblicke in die Entwicklung einer GUI und vor allem aber in das Zusammenspiel zwischen Entwicklungs- und Testphasen.

 

Thomas Geis, ProContext GmbH: Eierkocher-Usability - Alltagsprodukte gebrauchstauglich gestalten
Thomas Geis nährte sich dem Thema Usability am Beispiel eines alltäglichen Gegenstandes: des Eierkochers. An diesem scheinbar simplen Beispiel zeigte er vor allem wie weit in Usabilitytests die Vorstellungen der User im Interview im Gegensatz zur Gebrauchssituation auseinander gehen: User im Interview wünschen sich zum Beispiel bestimmte Form oder Farben, die Analyse der Alltagssituation zeigt jedoch, dass es wesentlich wichtiger wäre, einen Eierkocher zu entwickeln, der wirklich vorhersehbar gleich weiche oder harte Eier kochen kann - und am besten noch verschiedene Härtegrade für die verschiedenen Mitglieder der Familie schafft.

 

Martina Joisten, phaydon | research+consulting GmbH & Co. KG: Multimedia in der mobilen Kommunikation - Testmethoden und Besonderheiten
Martina Joisten berichtete über verschiedene Testmethoden im Zusammenhang mit Messaging- und VOIP-Programmen sowohl im stationären als auch mobilen Einsatz. Auch hier entspann sich eine lebhafte Diskussion über die Nutzung von verschiedenen Tools auch und gerade unterwegs.

 

Jan Eric Hellbusch, 2bweb.de: Barrierefreiheit - Usability ohne Maus und ohne Bildschirm
Jan Eric, durch dessen Einladung ich überhaupt von der Veranstaltung erfahren hatte, bot in seinem Vortrag einen grundlegenden Einstieg in das Thema bei ihrer Freiheit im Web. da ich mich mit dem Thema schon länger immer wieder befasse und auch mit jan - der ja hier nur einen Einstieg bot zusamengearbeitet habe hab eich hier nichts neues lernen können. Trotzdem ist es natürlich immer wieder gut, Dinge noch einmal – oder noch einmal neu formuliert – zu hören. Und da es auch einfach Spaß macht, Jan zuzuhören, lohnte auch der letzte Teil des Tages sehr.

 

Fazit:
Ein sehr lohnenswerter Nachmittag. Die Veranstaltung fand statt in der FH Düsseldorf und neben der Erfahrung, dass mich eine typische Schul- oder Uni-Atmosphäre immer noch nervös macht habe ich höchsten Respekt vor den Design-Studenten entwickelt, die in derartig trister Kulisse kreativ arbeiten sollen. Außerdem hatte ich sehr viel Spaß vor allem an der Art und Weise mit der die beiden Professoren ihre Vorträge hielten. Das macht garantiert einen teil der hässlichen Umgebung wieder wett.

 

Ergänzung:

Von den Veranstaltungen in Stuttgart und Berlin gibt es bei YouTube Videos zu sehen.

Stuttgart:

 

Berlin:

Pommesschale

Haben Sie einmal versucht auf der Website der deutschen Post herauszufinden, wie breit / hoch / dick und vor allem: wie schwer ein Brief sein darf? Oder eine Postkarte, ein Groß- oder Maxibrief oder was es da alles so gibt?

Die Post hat versucht, ihre Infos rund um die Angebote besonders nah am Alltag der Menschen zu gestalten. Jedenfalls hoffe ich, dass das die Intention hinter den folgenden Beispielen von möglichst ungenauer Informationsübermittlung war:

Was wiegt ein Brief #1

... oder ...

Was wiegt ein Brief #2
 

Mein persönliches Highlight ist aber eindeutig folgende Maßeinheit:

Was wiegt ein Brief #3


So etwas wie Grammzahlen für all die Leute, die eine Briefwaage Ihr Eigen nennen gibt es dort leider nicht.

10 Regeln für die Gestaltung nutzerfreundlicher Webseiten

Ein Monat ohne eMail

Eines der ersten Dinge, die jemand haben will, wenn er neu »im Internet« ist, ist eine eMail-Adresse.

Outlooks Buttons zum Senden und Abrufen von eMails

eMail finden alle nervig. Zu viel, zu schnell.

Ohne eMails geht es nicht. Die eMail-Adresse auf der Visitenkarte ist deutlich wichtiger als die Fax-Nummer und oft auch als die Telefonnummer.

eMail ist tot. Der Aufwand, aus dem täglichen Wust an Datenmüll noch wichtiges herauszufiltern ist zu groß geworden.

Seit sich UMTS, IPhone und Co durchsetzen ist es endlich möglich, eMails auch unterwegs vernünftig zu empfangen.

eMails stören bei der Arbeit - das »Ping« alle 5 Minuten, wenn neue Mails kommen lenkt regelmäßig von der Arbeit ab und macht eine konzentrierte Beschäftigung über einen längeren Zeitraum unmöglich.

Das alles sind Aussagen, die man gelegentlich hören kann. Und? Was nun?

Ich denke, es gilt, seinen eigenen Umgang zu finden. Meiner ist zum Beispiel, das Interval in dem Outlook meine eMails abruft auf 30 Minuten hoch zu setzen. Wenn ich zweimal in der Stunde gestört werde ist das nicht so schlimm – und manchmal hilft das sogar, wenn ich in einer gedanklichen Sackgasse stecke.
Bisher haben das eigentlich alle verstanden - nur selten kommt ein Anruf »Aber ich habe Ihnen das doch gerade geschickt?« Und dann kann ich ja immer noch schnell auf »eMails abrufen« klicken. Und in der Zeit, in der die eMail herunterlädt noch schnell zwei nette Sätze sprechen. Das ist ja auch nicht das schlechteste.

Valentin Groebner von der Universität Luzern hat ein anderes Experiment gewagt: Er hat sich einen Monat von aller eMail-Kommunikation abgeschnitten:

Was passiert, wenn man per Mail nicht mehr erreichbar ist? Also meldete ich mich von allen mailing-Listen ab und installierte eine automatische Antwort: „Vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich führe zur Zeit eine Untersuchung zur Kommunikation per E-Mail durch. Mein account wird nicht gelesen. Wenn Sie wollen, dass mich Ihre Mitteilung erreicht, drucken Sie sie bitte aus und senden Sie sie an folgende Adresse. Für Dringendes bin ich unter dieser und jener Telefonnummer erreichbar. Vielen Dank." 

Seinen Erfahrungsbericht gibt es bei der FAZ: Per Mail nicht erreichbar - ein Selbstversuch

Offener Brief an manche Werbekreativen in Deutschland

Ich bin zwar nicht der erste, sondern vermutlich eher der letzte, der diesen wunderbaren offenen Brief verlinkt, aber das macht ja wenig. Denn: Ehre, wem Ehre gebührt.

Gegenüber all den Werbern, [...] die sich in den Kreativabteilungen der Agenturen das Maul zerreißen, über Loser-Blogs und schlechten Schreibstil auf Facebook oder Twitter, über wackelige Videos und pink leuchtende MySpace-Profile, [...] belachen - würde ich mich gern kurz äußern. Denn einerseits habe ich das allergrößte Verständnis für Ihre wahrlich schwierige Lage: Sie haben Ihre Jobs gewählt, weil Sie sich dafür begeistern, knappe punktgenaue Texte und starke bedeutungsvolle Bilder zu entwerfen. Plakate. Anzeigen. Werbefilme. [...] Da will ich nun gern einsehen, dass es schwer zu ertragen ist, wenn nach und nach, Schritt für Schritt, Blog für Blog, ganz andere und eher normalsterbliche Schreiber und Bildermacher immer mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen - mit Texten, die so gar nicht dem werblichen Verständnis von medialer Kreativität entsprechen. 

Lesen Sie also bitte – mit ein wenig Zeit, der Brief ist etwas länger – weiter bei connectedmarketing: Offener Brief an manche Werbekreativen in Deutschland.

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